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37. Rintelner Eisfahrt vom 12. - 14.12.2008

Teilnehmer
Thorsten Becker
Ewald Thater
Georg Zimpel
Friedhelm Müller

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Letztes Jahr hatten wir uns zu dritt auf den Weg zur Weser gemacht, um herauszufinden, was es mit dieser "Rintelner Eisfahrt" denn so auf  sich hat.
Man hat immer wieder gehört, daß es eine schöne Veranstaltung ist, daß es sehr gesellig dort zugeht und es ein schöner Jahresabschluss, oder ein schöner Beginn der Paddelsaison ist, je nach Standpunkt.
Und wir wurden 2007 nicht enttäuscht, deswegen sind wir nun zu viert  aufgebrochen  in´s Weserbergland um erneut an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Alle Teilnehmer fanden sich pünktlich bis 10:00 Uhr beim KVW Hagen ein und 20 Minuten später machten wir uns auch schon auf den Weg.
Die 165 km bis Rinteln ließen sich dank leerer Autobahn und trockenem Wetter problemlos abspulen und so kamen wir relativ früh in Rinteln an. Da wir Plätze auf dem Dachboden reserviert hatten und schon so früh vor Ort waren, konnten wir uns ein paar schöne Plätze aussuchen.
Wir waren ein wenig hungrig, deswegen suchten wir einen griechischen Imbiß in der Nähe auf. Da wir ja am Abend noch zum Chinesen wollten bestellten wir auch "nur" einen Grillteller. Der fiel allerdings sehr reichlich aus.

Unser Zeltplatz beim Kanuclub Eschwege
Ein "Schnäppchen"  gemacht

Gefahr den Hungertod zu sterben, bestand am Freitag also schonmal nicht.
Wohl gestärkt fand man im in der Nähe gelegenen örtlichen Sanitätshaus auch noch "Schnäppchen" in Form von Angorasocken.
Die Dinger erinnerten stark an die Stoppersocken meiner Kinder. Aber es ging ja immerhin auch zur Eisfahrt und meine Kinder werden bei Kälte auch immer dick eingepackt ;-)
Zurück angekommen beim Vereinsheim des KC Rinteln traf man schon erste Bekannte.
Bei einem ersten Bier setzte man sich zusammen und  tauschte Erfahrungen und Erlebnisse über das zurückliegende Paddeljahr aus.

Darüber wurde es bereits dunkel draußen und wir machten uns auf zum Rintelner Weihnachtsmarkt, wo eine Spezialitätenverköstigung am örtlichen Glühweinstand erfolgen sollte.
Für mich als Dortmunder bietet der beschauliche Rintelner Weihnachtsmarkt einen prima Kontrast zum Gigantismus in der Heimat mit dem "größten Weihnachtsbaum der Welt" und Busladungen von auswertigen Besuchern.
Ein paar nette Stände, herrliche indirekt beleuchtete alte Gebäude und kein großes Gedränge, mehr braucht der Mensch doch nicht, oder ?
Friedhelm auf dem Rintelner Weihnachtsmarkt
Der KVW auf dem Rintelner Weihnachtsmarkt
Am Glühweinstand angekommen traf man weitere bekannte Gesichter aus der Paddlergemeinde.
Die  Band
Gemeinsam lauschte man einer Liveband, plauderte nett und probierte dabei das heiße, rote Getränk.

Nach ausgiebigem Probieren erinnerte man sich dann doch noch an den Vorsatz, dem örtlichen Chinesen das Buffet leeressen zu wollen. Spontan kamen noch drei Kameraden vom KC Menden mit, sodaß wir mit sieben Mann hoffnungsfroh das Lokal betraten.
Doch so sehr wir uns auch mühten und futterten, die wieseligen Kellner füllten das Buffet doch zu schnell wieder auf. Mit kugelrunden Bäuchen gaben wir schließlich auf, denn wir wollten ja am anderen Tag noch in´s Boot passen.
Die frische Luft beim Spaziergang zurück in´s Vereinsheim und ein Kräuterlikör weckten dann die Lebensgeister wieder und wir ließen den Abend bei ein paar Bierchen seeeehr gemütlich im Vereinsheim des KC Rinteln ausklingen.

Heimelig und gemütlich: der Rintelner Weihnachtsmarkt
Unser Nachtlager: Der Dachboden

Am Samstag wurde man von den anderen tatendurstigen Paddlern auf dem Dachboden  wieder viel zu früh geweckt. Das reichhaltige Frühstücksbuffet entschädigte aber für das frühe Aufstehen.
Schließlich waren wir ja nicht nur zum Essen und Trinken an die Weser gefahren (hust).
Wir wollten uns ja auch noch ein wenig sportlich betätigen heute.

Zwei unserer Boote hatte der KC Rinteln freundlicherweise mit zur Einsatzstelle in Hameln genommen, sodaß wir ein Auto zum Zurückholen in Rinteln stehen lassen konnten. Um kurz nach neun kamen wir entspannt an der Einsatzstelle in Hameln an.
Die angekündigte Übung der englischen Truppen entfiel wohl, oder die Jungs sind wirklich die Meister der Tarnung, jedenfalls war von ihnen nix zu sehen.
Wir machten uns "paddelfein" und ab ging es auf die Weser.

Schorsch hat die schicken Mützen besorgt
Auf geht´s nach Rinteln

Der Wasserstand war im Vergleich zum Vorjahr sehr moderat und so konnte man sich entspannt auf den Weg machen.
Nach kurzer Zeit wärmten wir uns aber erstmal mit unserem morgens gemachten Tee mit Rum. Da es doch recht kalt war taten ein paar Schlucke gut und wärmten unsere Glieder.
Zum Glück kam zur Kälte nicht auch noch Wind und so paddelten wir gutgelaunt flußabwärts.

Ehe wir uns versahen, hatten wir auch schon die ersten 8 km gepaddelt, laut Schorsch Zeit, die nächste Pause auf dem Wasser zur Aufnahme des wärmenden Grog´s zu nutzen.
Also, uns wurde auf der Weser weder kalt noch langweilig.
Nach  wiederwilliger Wiederaufnahme der Paddeltätigkeit kamen wir auch schon kurz danach an der Fähre in Großenwieden an.
Dort waren Glühwein und Würstchen avisiert worden, auf jeden Fall ein Grund anzulanden und auszusteigen.

Die Fähre in Großenwieden
Stärkung an der Pausenstation

Beim Probieren der Leckereien wurden wir allerdings von der Presse gestört, die uns unbedingt für ihren Bericht ablichteten wollte.
Wahrscheinlich wegen der lustigen Till-Eulenspiegel-Mützen, die Schorsch besorgt hatte. Die Dinger hielten zwar schön warm auf dem Kopf, lockten aber offensichtlich die Papparazzi an, na ja, wir ließen uns auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen.

Nach der Stärkung an der Fähre Großenwieden ging es dann weiter Richtung Rinteln.
Es waren nur noch 11 km zu paddeln und wir kamen ohne große Verzögerung beim KC Rinteln an.
Kurz vor Rinteln
Die allseits beliebte Erbsensuppe

Der aufmerksame Leser wird ahnen, wo wir kurz nach der Ankunft zu finden waren: richtig am Erbsensuppenstand. Immerhin war eine Portion der leckeren Suppe bereits in der Startgebühr enthalten und aus der großen Gulaschkanone schmeckt die immer noch am Besten.
Leider mußte ich für die Suppe allerdings meine Startkarte mit der Nummer 2 !!! eintauschen.
Schorsch hatte mir ja aufgetragen, dieses Mal niedrige Startnummern zu besorgen und so organisierte ich die Startnummern 2-4 und für Friedhelm die 184. Möchte bloß wissen, wer mir die Startnummer 1 weggeschnappt hat. Na ja, dann eben nächstes Jahr ;-)

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten, kamen wir noch auf die Idee, uns den Weihnachtsmarkt in Hameln anschauen zu wollen. Ich hatte mit Friedhelm bereits die Autos nach Rinteln zurückgeholt und so konnten wir zu viert mit Friedhelm´s Auto fahren.
In Hameln angekommen stellten wir fest, daß dieser Weihnachtsmarkt im Gegensatz zu Rinteln gar nicht klein und gemütlich war. Man wurde von den vielen Besuchern regelrecht durch die Gassen des Weihnachtsmarktes geschoben es war ein unglaubliches Gedränge (Dortmund läßt grüßen).
Wir nahmen doch noch einen Glühwein zu uns (Friedhelm alkoholfrei) und aßen eine Wurst, dann machten wir uns auf den Rückweg nach Rinteln.
Am KC Rinteln angekommen trafen wir im Vereinsheim noch auf einige Bekannte mit denen wir den Abend in gemütlicher Runde ausklingen ließen.

Der Hamelner Weihnachtsmarkt
Blick aus dem Fenster beim Frühstück

Am anderen Morgen ließen wir uns wieder das Frühstücksbuffet schmecken.
Da wir den Großteil der Ausrüstung schon am Vortag in den Autos verstaut hatten, konnten wir zeitig die Rückreise in´s Ruhrgebiet antreten.

Ich muß zugeben, daß es nicht unbedingt vernünftig klingt, insgesamt 3 Tage zu investieren und insgesamt ca. 400 km Autofahrt in Kauf nimmt um dann an einem Samstag im Dezember 27 km auf der Weser zu paddeln (obwohl die Fahrt durch das winterliche Weserbergland auf jeden Fall sehr reizvoll ist). Für mich haben sich die 3 Tage dennoch voll gelohnt um Bekannte wiederzutreffen, als schöner Jahresabschluss und als Motivation  für nächstes Jahr.